Jeder 5. Verdient weniger als 10,36€ die Stunde

Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes warnte: „Niedriglohn heute bedeutet niedrige Rente morgen“. Gerade mal 6,2% der Niedriglöhner investieren in eine Betriebsrente, bei allen Beschäftigten sind es 22,2 %. Ursula von der Leyen (CDU), Bundesarbeitsministerin plant eine Zuschussrente von bis zu 850 Euro für Geringverdiener. Die grüne Arbeitsmarktpolitikerin Brigitte Pothmer erklärte: “Der Niedriglohnsektor wächst, Grund dafür ist die prekäre Beschäftigung.”

Die Gewerkschaft Ver.di forderte einen Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde. Der Kampf gegen die Altersarmut müsse nicht erst im Rentenalter, sondern direkt bei den Arbeitsverhältnissen ansetzen, sagte Ver.di-Vizechefin Andrea Koscis.  Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank Jürgen-Weise, ist ebenfalls für einen Mindestlohn. Bau, Zeitarbeit und Gebäudereinigung sind die wenigen Branchen die einen Mindestlohn anbieten.

Niedriglohn hängt auch von den Tarifen ab, denn bei nicht tarifgebundenen Arbeitgebern erhielten 31% der Arbeitnehmer einen Niedriglohn, bei tarifgebundenen Arbeitgebern waren es 11,9 %. Besonders hoch war 2010 der Anteil von Beschäftigten mit Niedriglohn bei Taxifahrern, Friseuren, im Reinigungsgewerbe und in der Gastronomie.

Der Stundenlohn der “atypische Beschäftigten” liege rund 40 Prozent unter dem der Normalarbeitnehmer. Innerhalb dieser Gruppe gibt es allerdings deutliche Unterschiede. So verdienen Teilzeitbeschäftigte mit 14,45 Euro brutto die Stunde nur rund 2,60 Euro weniger als der Normalarbeitnehmer.

Kleinbetriebe mit weniger als zehn Beschäftigten und ganze Branchen wie die Land- und Forstwirtschaft wurden in der Verdienststatistik nicht berücksichtigt. Dadurch wird fast ein Fünftel der abhängig Beschäftigen nicht erfasst. Das Bundesamt erhebt nur alle vier Jahre die Verdienste. Die Statistik basiert auf den Angaben von 1,9 Millionen Beschäftigten.

 

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